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Kai Michalke (*5. April 1976 in Bochum)

In der Saison 1992/’93 begann die Karriere von Kai Michalke bei seinem Heimatverein, dem VfL Bochum, in der Zweiten Bundesliga. Bei zwölf Einsätzen erzielte das Eigengewächs immerhin zwei Tore und trug somit zum Aufstieg in die Eliteklasse des deutschen Fußballs bei. Trotz seiner fünf Tore in 24 Einsätzen konnte auch der exzellente Techniker und Dribbelkönig den sofortigen Abstieg nicht verhindern. Unter Trainer Klaus Toppmöller wurde Kai Michalke 1994/95 schließlich zum Stammspieler und schaffte mit „seinem VfL“ auch den Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga. Mit seinen sieben Toren hatte der begabte Mittelfeld-Mann dann wesentlichen Anteil an der überraschenden Qualifikation der Bochumer zum UEFA-Pokal in der Saison 1996/’97.

 

Verletzungsbedingt pendelte Michalke in den folgenden Jahren zwischen Stammelf und Reservebank, doch zur Saison 1999/2000 stellte er sich beim Bundesligisten Hertha BSC Berlin einer neuen Herausforderung. An der Spree absolvierte der „Junge aus dem Kohlenpott“ in zwei Jahren 22 Spiele (3 Tore), in der UEFA Champions League gelang der Vorstoß in die damalige zweite Gruppenphase gegen Gegner wie Chelsea London, Galatasaray Istanbul und AC Mailand. In der Zwischenrunde war Michalke Torschütze beim 1:1 im Berliner Olympiastadion gegen den FC Barcelona.

 

 

 Kai Michalkes nächste Fußball-Station war dann von 2001 bis 2003 (42 Spiele, 4 Tore) der 1.FC Nürnberg, bevor Kai Michalke zur Saison 2003/’04 seiner Heimat wieder ein Stück näher kam und einen Vertrag beim Zweitligisten Alemannia Aachen unterschrieb. Bei den Schwarz-Gelben erzielte Kai Michalke mit elf Treffern nicht nur seinen „Saison-Karriere-Bestwert“ (diverse Verletzungen verhinderten eine noch höhere Quote), sondern war auch ein Aktivposten jener Mannschaft, die u.a. durch legendäre Siege über Bayern München und Borussia Mönchengladbach das DFB-Pokalfinale in Berlin erreichte und trotz der Niederlage gegen den frisch gekürten Deutschen Meister Werder Bremen in der Saison 2004/’05 dann im UEFA-Cup spielen durfte. Über den Vorrundengegner FH Hafnarfjörður und die Gruppengegner OSC Lille, AEK Athen, FC Sevilla und Zenit St. Petersburg erreichte die Alemannia mit Kai Michalke in diesem internationalen Wettbewerb die Zwischenrunde, wo nach hartem Kampf gegen den niederländischen Vertreter AZ Alkmaar Endstation war.

 

Alte Bekannte aus Bundesliga-Zeiten traf der inzwischen gestandene Profi bei seinem Gastspiel für den MSV Duisburg in der Saison 2005/’06 wieder. Seine Karriere ließ Kai Michalke bei Heracles Almelo in der holländischen Eredivisie im Sommer 2008 ausklingen. Trotz eines Achillessehnenrisses brachte er es in zwei Jahren immerhin noch auf 22 Saisonspiele in der als technisch stark geltenden holländische Eliteliga.

 

Erste Trainerstationen des zweifachen Familienvaters, der nach wie vor in Aachen zu Hause ist, waren die  Bundesliga-B-Junioren der SG Wattenscheid 09 und der Aachener Landesligist SV Breinig.

 

 

 

 

Fazit: Kai Michalke erzielte in 257 Bundesligaspielen insgesamt 42 Tore und wurde sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Angriff eingesetzt. 1992 wurde er mit der deutschen U16-Auswahl auf Zypern Europameister. Der „Super-Techniker“ spielte 17mal in der deutschen U21-Nationalmannschaft und erzielte dabei sechs Tore. Mit dem VfL Bochum, Hertha BSC und Alemannia Aachen spielte Michalke international und stand mit dem „Tivoli-Team“ gemeinsam mit „Haudegen“ wie etwa Willi Landgraf oder Eric Meijer im Mai 2004 im DFB-Pokalfinale in Berlin.